Statement der BK-Environment Initiative für die Degrowth Konferenz 2014



Statement der BK-Environment Initiative für die Degrowth Konferenz 2014 (leipzig.degrowth.org/de/)

Persönliches Wachstum, Wandel in Bezug auf Werte und Charakter, ist eine Grund-voraussetzung für einen möglichen Verzicht auf ständiges Wirtschaftswachstum. Die Welt braucht jetzt dringend einen solchen Quantensprung im Bewusstsein - heraus aus dem Denken, das ein zerstörerisches Wachstum, wie wir es aktuell erleben, begünstigt hat. Wir möchten Denkprozesse in der Öffentlichkeit anstoßen, die innere Dimensionen von Bewusst-sein und Achtsamkeit nicht ausklammern und darum die Qualität des Dialogs und dessen Wirksamkeit - und damit auch die Leitlinien von Unternehmen - verändern können. Selbstverantwortung zu übernehmen ist ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Verantwortung. In unserer Vision ist es dies, was eine Gesellschaft hervorbringen kann, die auf Kooperation und gegenseitigen Respekt gründet, in der wir uns auf unsere wahren Bedürfnisse wie Frieden, Erfülltheit und Glück ausrichten können, anstatt durch immer mehr Konsum die innere Leere zu kompensieren. So können wir die freiwerdende Energie nutzen, um neue Lebensräume zu erschaffen wie z.B. unsere Solarfarm in Indien (www.india-one.net).

Ein potentieller Rückgang des Wachstums beginnt mit einem tiefen inneren Wandel, der zu einer ganz bewussten Entscheidung führt, Zeit, Geld und natürliche Ressourcen sehr bewusst einzusetzen und nur soviel, zu nutzen, wie man wirklich benötigt – immer mit dem Blick auf die größeren globalen Auswirkungen des eigenen Verhaltens. Uns allen gefällt der Ausspruch von Gandhi: Es gibt genug für jedes Bedürfnis aber nicht für die Gier aller. Gier zu überwinden ist die große Herausforderung. Um ein solches Bewusstsein zu entwickeln, benötigen wir Techniken der Reflexion und neue Lernformen - eine Transformation von Innen nach Außen, die uns dazu bringt, unsere Komfortzone von “vielleicht später” zu verlassen. Meditation wird immer mehr als eine Schlüsseltechnik zur Veränderung verstanden. Wir können unsere unbewussten unterliegenden Werte erkennen, welche die Wurzel unseres Handelns bilden und die dazu geführt haben, dass unsere Präsenz auf diesem Planeten so destruktive Auswirkungen hat. Forschung zeigt uns, daß Menschen grundsätzlich kooperativ, sind und bereit dafür, eine positive Wahl für das Wohlergehen aller zu treffen, wenn sie können - anstatt nur egoistischen Interessen nachzugehen. Verzicht auf Wachstum als ein freiwilliger Akt kann als Teil der “Immunreaktion der Menschheit “ ( Paul Hawkens) auf Gier und Massenkonsum gesehen werden. Die Umweltinitiative der Brahma Kumaris ermutigt Individuen und Gemeinschaften zu einem nachhaltigen Miteinander. Schritte, die helfen können, dieses Ziel zu erreichen sind für uns: a. Ein nachhaltiger Lebensstil. Er schont die Ressourcen der Erde. Wenn die grundsätzlichen Bedürfnisse befriedigt sind, ist es ein einfaches Leben, das zu größerer Zufriedenheit führt. b. Erneuerbare Energien: Seit mehr als 15 Jahren betreiben die Brahma Kumaris und ihre Tochterorganisation “World Renewal Trust” einen Solarpark, in dem Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien stattfindet. Brahma Kumaris sind eine internationale Nichtregierungsorganisation, die an den Vereinten Nationen als NGO einen konsultativen Statuts am ECOSOC innehalten. Durch ihren Beobachterstatus am UNFCCC haben sie aktiv an den Klimagipfeln in Copenhagen, Durban, Cancun und Warschau teilgenommen.






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