3. Verantwortung


Hintergrund
Verantwortung ist etwas Grundlegendes im menschlichen Leben und in Beziehungen, egal ob in der Kindererziehung, in der Schule oder in Freundschaften, jemandem Verantwortung zu übertragen ist etwas, daß sich durch eine ganz besondere Haltung entwickelt. Verschiedene Fähigkeiten kommen darin zur Anwendung: Die Kunst zuzuhören, anderen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln, Vertrauen, die Bemühungen anderer zu unterstützen, Lösungen finden, Nachdenken usw. Menschen haben die Fähigkeit, Harmonie untereinander und mit der Umwelt herzustellen. Dadurch, daß man selbst Verantwortung übernimmt und anderen Verantwortung zutraut, kann die Menschheit positive Lösungen für die Probleme dieser Zeit hervorbringen und kreative Fähigkeiten auftauchen lassen, um Wege zu finden die das Überleben mit nachhaltig harmonischen Beziehungen mit der Erde und den Elementen fördern.

Denkanstoss

  • Wenn ich mich verändere,verändert sich die Welt. Dadi Janki
  • Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. Mahatma Gandhi
  • Was immer du bist, sei darin gut. Abraham Lincoln


Workshop 1 : (70 Minuten)
1. Einführung (5 Min).
2. Die Teilnehmer werden in 3 Gruppen eingeteilt Jede Gruppe reflektiert über eine dieser Aussagen (5 Min).
3. Einer aus jeder Gruppe liest den Satz laut vor und die Teilnehmer überlegen sich, ob sie etwas erlebt haben, wo sie in ihrem eigenen Leben etwas erlebt haben, was dazu passt (10 Min).
4. Die Teilnehmer tauschen ihre Geschichten in Paaren zu zweit aus (15 Min).
5. Sie kommen dann in 4-er Gruppen zusammen (jeweils 2 Paare), wählen jemand, der später berichtet und erzählen von der Auswirkung, die ihre jeweilige Geschichte in ihrem Leben hatte (15 Min).
6. Das Ergebnis jeder Gruppendiskussion wird nun von dem ausgewählten Sprecher jeder Gruppe im Plenum mitgeteilt (15 Min).
7. Schlussfolgerungen (5 Min).

Workshop 2: (60-75 Min, je nachdem ob genug Zeit da ist, Frage 6 zu bearbeiten).
1. Einführung (5 Min)
2. Die Teilnehmer entspannen sich mit leichter Hintergrundmusik während der Anleiter ihnen langsam den Text vorliest … (5 Min).
Ganz in Stille schaue ich auf mein Leben zurück von Kindheit an bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das Gefühl habe, daß jemand mir Verantwortung übertragen hat. Ich rufe mir diese Situation ins Gedächtnis, wie war die Situation, wer war dabei?
3. Jeder tauscht nun seine Erinnerung mit seinem Nachbarn aus ( 10 Min).
4. Jeder Teilnehmer schreibt nun ganz für sich seine Antworten auf folgende Fragen auf, die der Anleiter langsam vorliest (10 Min):
a) Wie definierst du Verantwortung?
b) Was sind drei grundlegende Bestandteile von Verantwortung für dich? (Auf der Eben von Einstellung, Fähigkeiten und Qualitäten der Person, die Verantwortung übertragen bekommt)?
c) … das gleiche für die Person, die Verantwortung jemandem überträgt.
d) Erinnere dich an eine Zeit, in der du das Gefühl hattest, einer anderen Person Verantwortung zugetraut zu haben. Welche Fähigkeit hast du genutzt? Welche Qualitäten hatte die Person, so daß du dachtest, ihr Verantwortung geben zu können?
5. Die Zweiergruppen sollen sich in 4-er Gruppen zusammentun und austauschen, einen Berichterstatter finden und die Geschichte ihres Partners in der Gruppe mitteilen. Danach können sie sich über die Frage allgemein austauschen. Im Plenum sollen dann die Bestandteile von Verantwortung zusammen reflektiert werden (20 Min).
6. Beginne eine Unterhaltung darüber, was wir tun können, um andere um uns herum anzuregen, Verantwortung zu übernehmen. Es kann auch ein Gespräch darüber sein, wie die Welt aussehen würde, wenn jeder im positiven Sinne Verantwortung übernehmen würde (15 Min).
7. Abschluß.

Workshop 3: Die Kraft, Gewohnheiten zu ändern (60 min).
1. Einführung: Der Anleiter kann davon berichten, wie es ihm selbst gelungen ist, in seinem Leben verantwortlich zu werden und Gewohnheiten zu verändern, die der Umwelt schaden (10 Min).
2. Die Teilnehmer entspannen sich mit sanfter Hintergrundmusik während der Anleiter langsam den Text unten liest (5 Min):
In Stille schaue ich auf mein Leben zurück und denke an eine Zeit, in der ich mich stark gefühlt habe und in der Lage war, alle Hindernisse zu über-winden. Ich erinnere mich an die Situationen und die Bedingungen damals. Was war es genau, was dieses Gefühl ausgelöst hat?
3. Die Teilnehmer stellen sich nun jeweils ihrem Nachbarn vor und tauschen diese Erinnerungen aus (10 Min).
4. Die Teilnehmer können nun allein darüber nachdenken und sich Notizen machen zu den folgenden Fragen (10 Min):
Sieh dir die Natur an und ihre Schönheit, ihre Harmonie … Und dann die Erde, so wie sie heute ist.
A. Was möchtest du tun, um diesen Ort (die Erde, den Planeten, deine Stadt, dein Dorf) zu einem besseren Ort zu machen?
B. Finde 3 Gewohnheiten, die du hast, die du aber als negativ betrachtest, die wenn du sie verändern würdest, dazu beitragen würden, die Erde gesünder zu machen, zum Beispiel in Bezug auf deine Konsum-gewohnheiten, Verschmutzung, Einsatz von Geld usw.)
C. Wie würdest du dich selbst dazu bringen, mehrere dieser Gewohnheiten zu verändern?
D. Welchen Unterschied würde diese Veränderung in deinem Leben ausmachen? Welche Auswirkungen hätte es auf deinen Lebensstil?
E. Was würdest du tun, um andere anzuregen, ihre Gewohnheiten zu ändern wenn du diese Aufgabe hättest?
5. Zwei Paare tun sich nun zu Vierergruppen zusammen, wählen einen, der dann später berichtet und tauschen ihre Antworten auf die obigen Fragen untereinander aus. Der Berichterstatter sollte dem Plenum über das Thema Verantwortlichkeit berichten (20 Min).
6. Im Plenum kann der Anleiter nun über die Kraft, sich zu verändern sprechen, indem die Schlußfolgerungen der vorangegangen Übung zusammengetragen werden und dadurch ein Raum dafür entsteht. Er/sie kann dabei auch eigene Beispiel einbringen, wenn vorhanden (5 Min).
7. Abschluß mit einer Visualisierung, in der alte Gewohnheiten durch neu positive ersetzt werden (5 Min).

Visualisierung zum Thema Verantwortlichkeit
Der Anleiter bitte die Teilnehmer sich bei sanfter Auszuschließen zu entspannen und sprich mit sanfter aber hörbarer Stimme:
Wir sitzen hier entspannt und achten darauf, daß sich auch unser Körper entspannen kann - ich stelle mir einen Garten vor… es ist ein ganz persönlicher Garten und ich schaue mir an, was darin alles ist… Ich habe viele verschiedene Samen bekommen … jeder Samen kann eine Pflanze hervorbringen und jede Pflanze eine Frucht… im Inneren unserer Persönlichkeit liegt der Garten unserer Potentiale. Indem ich diesen inneren Garten mit liebevollem Blick betrachte, ist es so als wenn ich die Saat meines inneren Lebens wässere … Stille macht es möglich, daß ich die Strahlen der Sonne spüre und das Licht kann nun die Saat erreichen … Wie entfaltet sich dieser Garten, was ist alles darin?
Nun kann ich mir auch andere Menschen vorstellen und diesen liebevollen Blick auch auf sie richten und auf ihre Potentiale … ich kann ihre Qualitäten in der Form von Samen erkennen. Je mehr ich mir selbst etwas zutraue, kann ich anderen vertrauen und so können sie auch ihr Potential entfalten, stark werden und neue Blätter hervorbringen.

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